- Angriff der Toner -
Wer im Büro tagtäglich mit Feinstaub aus OfficeDruckern in Kontakt
kommt, kann gesundheitliche Schäden davontragen, warnen Experten.
Anbieter wie Dexwet versprechen Abhilfe.
Schnupfen, Husten, Halsschmerzen und gerötete Augen - für andere
klingt das nach einer Erkältung, bei Hans-Ioachim Stelting,
Gründer und Sprecher der Interessengemeinschaft Tonergeschädigter
(ITG), läuten die Alarmglocken: 1.200 Tonergeschädigte hat er in Deutschland bereits registriert - Steltings Begründung: "Die Öffentlichkeit ist über das Thema nicht informiert." Umweltbelastungen durch Strassenverkehr und Industrie sind keine Neuigkeit. Stelting beklagt jedoch die Belastung durch die Toner in OfficeDruckern: Einerseits handelt es sich um Ultra-Feinstaub, der alle körperlichen Barrieren passiert, andererseits um teils hoch giftige Chemie. Mittelfristig kommt es zu Lungen- oder Magen-DarmBeschwerden. Stelting: "Sensibel wird man durch permanenten Kontakt." In manchen Fällen komme es zur Berufsunfähigkeit.
Lösungen.
Hilflos ausgeliefert ist man der Bedrohung nicht. "Eine kostenlose Lösung ist, den Drucker weit weg zu stellen", meint Stelting. Dies helfe aber nur, wenn man noch nicht sensibilisiert ist. Manche Mitglieder der ITG stellen den Toner in ein Gehäuse, wobei es dann aber zu Problemen mit dem Lüfter kommen kann. Schliesslich gibt es auch die Möglichkeit, den Drucker mit einern Filter zu versehen, etwa solche der niederösterreichischen Firma Dexwet. Die Besonderheit: Die Filter sind darauf abgestimmt, die Betriebstemperatur des Druckers nicht zu beeinflussen - normale Filter würden den Drucker überhitzen, Maschinenschäden wären die Folge.
Dabei wird die Luft normal abtransportiert; die angefeuchteten Filter binden die Feinstaubpartikel, sodass schädliche Teile gefiltert werden. "Die Technologie wäre auch für andere Maschinen einsetzbar", sagt Geschäftsführer Erich Peteln, Prototypen sind in Entwicklung. Die Installation der Filter erfolgt per Klettverschluss und ist recht simpel; Kosten ab 50 €. Als Nischenanbieter liefert Dexwet seine Filter weltweit; mit Konzernen werden Kooperationen eingegangen, demnächst etwa mit Xerox Office Solutions.